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NM

>>> Di, 24. November 2009, 20 Uhr
NOISMA im Kult-Bau
Pia Waibel, Graziella Rossi & Helmut Vogel (Piano): „Sei gegrüsst und lebe!“
Christa Wolf & Brigitte Reimann – eine Freundschaft in Briefen
eine szenisch-musikalische Einrichtung

Eintritt frei / Kollekte / Bar

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SEI GEGRÜSST UND LEBE

Christa Wolf und Brigitte Reimann
eine Freundschaft in Briefen

eine Szenisch-Musikalische Einrichtung

Christa Wolf: Pia Waibel
Brigitte Reimann: Graziella Rossi
Text und Piano: Helmut Vogel
Textauswahl: Daniela Colombo

„Ist Dir nicht klar, dass die Pubertätszeit bei allen schöpferischen Menschen verlängert ist und eigentlich ihr ganzes Leben lang dauert, dass eben gerade in diesem Nicht-fertig-Werden der Stachel liegt, der für Produktion gebraucht wird? Ausnutzen muss man’s, nicht sich dessen genieren.“ CW,23.2.69

„Arbeit ist mir immer, trotz ebenfalls verloren gegangenen Ehrgeizes und nun gar der Illusion, jemals eine gute Schriftstellerin zu werden, im tiefsten Grunde wichtiger als ein Mann.“ BR, 18.1.72

„Die Schauspielerinnen Graziella Rossi und Pia Waibel schlüpfen höchst einfühlsam und überzeugend in die Rollen der beiden großen Briefeschreiberinnen und Schriftstellerinnen aus der ehemaligen Ostzone Deutschlands...dies wurde nicht zuletzt durch die stimmigen Chansons und die von Helmut Vogel (Piano) äußerst feinfühlig vorgetragenen Textpassagen zum Ausdruck gebracht.“ Linth Zeitung

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In diesem Briefwechsel treffen zwei Charaktere und Lebensstile aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist die von der Krankheit immer wieder in Verzweiflung gestürzte und durch zahlreiche Affären aus dem Gleichgewicht gebrachte Brigitte Reimann. Und auf der anderen Seite Christa Wolf, die geprägt durch ihre unspektakuläre und stabile Lebenssituation, der Freundin immer wieder Verständnis entgegenbringt und Mut zum Schreiben vermittelt.

Christa Wolf, geboren 1929, lebt in Berlin. Ihr umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk wurde in alle Sprachen übersetzt und mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet.

Brigitte Reimann, geboren 1933 bei Magdeburg, starb 1973 nach langer Krankheit an Krebs in Berlin. Reimann begann früh mit Veröffentlichungen; ihr letzter Roman, an dem sie zehn Jahre arbeitete, blieb unvollendet und wurde posthum publiziert.

„Es sind manchmal nur jeweils wenige Zeilen in den von Arbeits- und Berufsproblemen, Lebensumständen handelnden Briefen, die wie versteckte Signale wirken, mit denen die eine der anderen andeutete, dass sie sie brauchte; sie konnten einander vertrauen, verstanden sich ohne lange Erklärungen.“ Roland H. Wiegenstein, Süddeutsche Zeitung

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Verwendete Lieder

1 Verfehlte Liebe. Heine/Eisler
2 Und ich werde nicht mehr sehen. Brecht/Eisler
3 Abendlied. Kirsch/Schneider
4 Vom Sprengen des Gartens. Brecht/Eisler
5 Die Pappel am Karlsplatz. Eisler/Brecht
6 Zuckerbrot und Peitsche. Tucholsky/Eisler
7 Du liebes Land. Kahlow/Bath
8 Du glaubst mir nicht. Brandenstein/Hermann
9 Und endlich. Altenberg/Eisler
10 Die Kinderhymne. Brecht/Eisler

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VERANSTALTUNGEN
2009/10
IM KULT-BAU